Der Würdenträger selbst war nicht der einzige, der durch die Entscheidung des Stockholmer Nobelpreis-Kommitees, ihm schon im ersten Jahr seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis zu verleihen, ganz schön von den Socken war.
Wie einige Journalisten richtig bemerken, kann man nur von Vorschusslorbeeren sprechen. Sind doch die Ergebnisse, die Obama in der knappen Zeit seiner bisherigen Regierung vorweisen kann, naturgemäß noch nicht allzu beeindruckend. Die Auszeichnung bedeute “eine Ermutigung für eine globale Verantwortungspolitik”, so das Komitee - also ein Ansporn, den Weg, den Obama angetreten hat, weiter zu beschreiten.
Erstaunlich ist allerdings die Resonanz, die Obama noch immer hervorruft. Während man von anderen Politikern rasch ernüchtert ist, sobald sie ihr Amt angetreten haben - schon offenbart sich etwa, wie realistisch das Versprechen von Steuersenkungen war - sind die mit Obama verknüpften Hoffnungen noch immer so stark wie vor der Wahl.
Am besten kann man es vielleicht so sagen: Obama ist eine Ikone der Friedensbewegung geworden. Der Preis geht nicht nur an ihn als Politiker, sondern stellvertretend für die kaum fassbare neue Friedensbewegung, deren Symbolfigur er geworden ist.
Wer also ein Barack Obama T-Shirt trägt, kommuniziert damit nicht nur seine Sympathie mit dem Präsidenten. Es geht um die Idee, die Obama verkörpert. Um den ungebrochenen Optimismus, dass Frieden möglich ist: Yes We Can - noch immer.




















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